Bei schönem Frühlingswetter trafen sich 26 Wander*innen zur knapp 8 km langen Wanderung rund um Raeren.


Raeren ist geprägt durch seine Bruchsteinarchitektur und weist noch sein ursprüngliches Dorfbild auf. Zahlreiche Blausteinstelen erläutern die geschichtlichen Hintergründe.
Raeren bestand ursprünglich aus zahlreichen Weilern. Diese Ansiedlungen waren durch Fußpfade (Stiegelpfade) miteinander verbunden. Auf diesen Pfaden wandern wir heute durch viele Stiegel.

 Wir starten am Haus Zahlepohl gegenüber der Burg.
Die BURG (14. Jh.) liegt am Zusammenfluss von Iter- und Periolbach und beherbergt heute das Töpfermuseum.
HAUS ZAHLEPOHL (18. Jh.) ist eine typische Raerener Häuserreihe aus Blaustein. Die meisten dieser Häuserreihen stehen quer zur heutigen Straßenführung.
Am HAUS RAEREN, einer gut erhaltenen Wasserburg aus dem 14. Jh., biegen wir rechts in einen Fußweg GÄSSCHEN ab, auf der Wiese neben uns grasen gefühlt 100 schwarz-weiße Kühe.
Wir erreichen die HOHE BRÜCKE ebenfalls aus Blaustein. Sie überspannt den Periolbach. Die Brücke wurde mit einer lichten Höhe von 6 Metern erbaut, da früher beladene Fuhrwerke im Bachbett fuhren. Wir folgen dem Wiesenpfad entlang des Bachs, vorbei am KATZEKÖNKEL und Haus am Blar.
Eine kurze Teerstrecke führt vorbei am Seniorenzentrum MARIENHEIM und der BRENNEREI RADERMACHER. Sie ist die älteste Brennerei Belgiens, gegründet 1836. Angefangen hat es mit dem Raerener Töpfergeist, heute reifen hier auch Whiskys, Rum und Gin. An dem umfangreichen An- und Neubau vorbei laufen wir wieder auf Wiesenpfaden durch das KNAUCHELAUCH (Knochenloch).
Wir erreichen den ehemaligen BAHNHOF RAEREN. Er wurde 1885 in Betrieb genommen an der Bahnlinie von Aachen über Monschau nach St. Vith und Luxemburg. 1887 folgte eine Verbindung mit der Eisenbahnlinie Aachen-Lüttich. Heute führt der bekannte Vennbahn-Radweg über die Bahntrasse.
Vor uns liegt einer der schönsten Panorama-Blicke über Raeren und seine Wiesen, bis hinüber zum Aachener Wald.
Dies ist auch ein schöner Platz für eine Trinkpause.
Wir wandern jetzt abwärts durch ein kleines Waldstück zum Periolbach und kommen in den kleinen Weiler Rott. Dahinter führt uns ein Fußweg in eine GRACHT (alte Straßenrinne) hinab zum Iterbach. Weiter über Pfade durch die wunderbar bunten Frühlingswiesen gelangen wir zum Weiler Neudorf und vorbei an der ST. NIKOLAUS KIRCHE (Anf. 18 Jh. aus Blaubruchstein erbaut, Innenausstattung barock) zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.
Einige kehren noch ein im Café-Restaurant Zahlepohl, gut für die Lokation und für die Kommunikation in der Gruppe.
Ich habe mich sehr gefreut über die vielen positiven Rückmeldungen.

Christel Mitzon

 

Fotos: H.Baumsteiger,  Zusammenst./Aufber.: K. Heidtmann