25 Wanderfreunde/-innen hatten sich trotz des regnerischen Wetters zusammengefunden, um nach Buchholz, einem kleinen Weiler in der Gemeinde Büllingen unweit der ehemaligen belgisch-deutschen Grenze bei Losheimergraben, zu fahren. Dort, in der Nähe des Ravel-Radwegs von Bütgenbach nach Jünkerath, begann die 14km lange Wanderung.

Zunächst ging es auf breitem Forstweg durch Laub-und Nadelwald im Frankenbachtal bergab, wobei man am ältesten Fichtenbestand Ostbelgiens vorbeikam. 1865 wurden die heute z.T. bis zu 45m hohen Fichten gepflanzt. Etwas weiter waren die ersten schottischen Hochlandrinder zu sehen, die im Rahmen von Renaturierungsarbeiten Feuchtwiesen von Bewuchs freihalten sollen. Beim Erreichen der Straße von Manderfeld nach Holzheim weidete eine weitere Herde dieser schönen Rinder. Hier konnten wir einen Blick auf die 1870 als Korn-und Sägemühle erbaute Igelmonder Mühle werfen. Nach Renovierungsarbeiten wird das Haus heute als Meditationszentrum genutzt. Nun erfolgte der Anstieg auf die Höhen bei Lanzerath, wo wir den Wald verließen und eine fantastische Aussicht bis hinüber zum Schwarzen Mann in der Schneifel und zu den zahlreichen Windrädern bei Ormont hatten. Im Zentrum des 200-Seelen-Dorfes Lanzerath, nahe an der kleinen Kirche und der Diskothek "Calypso",
die sich seit 35 Jahren im ehemaligen Schulgebäude befindet, wurde Mittagspause eingelegt. Bis hier konnte die Gruppe im Trockenen laufen, doch danach mußte man einige längere Regenschauer ertragen, was jedoch dank der mitgeführten Regenbekleidung einigermaßen glimpflich verlief. Wegen des vorhergesagten Regens und evtl. Gewitters verzichtete der Wanderführer auf eine Schleife zu einem Kriegerdenkmal, das an den Einsatz eines amerikanischen Spähtrupps im Dezember 1944 während der Ardennen-Offensive erinnert.
Zuletzt gelangte man wieder ins Frankenbachtal, dem man schließlich auf der anderen Bachseite aufwärts zurück zum Parkplatz folgte.
Die wohlverdiente Einkehr hielten die Wanderfreunde im Hotel-Gasthof Schröder am Kreisverkehr in Losheimergraben. Abschließend sei noch erwähnt, daß in der unmittelbaren Umgebung drei bekannte Flüsse entspringen: die Kyll, die Our und die Warche, und daß ein Landwirt aus Honsfeld hier Wasserbüffel züchtet, die im Rahmen eines Naturschutzprojektes zur Pflege von Feuchtgebieten eingesetzt werden. Auf seinem Hof können gesundes Büffelfleisch und -milch und demnächst auch Käse erworben werden.

 

Rolf Berger

Fotos: H.Baumsteiger, K. Heidtmann, B.Klinkenberg.  Streckenaufz. : F. Junk. Zusammenst./Aufbereit.: K. Heidtmann