14 Wanderfreunde hatten sich trotz des erwarteten heißen Wetters in Roetgen zusammengefunden, um ein etwas entfernteres Ziel anzusteuern. Über Höfen und Losheimergraben ging es nach Baasem (Gemeinde Dahlem).

 

In der spätgotischen Kirche St. Mariä Geburt konnte ein kunstvoll gestaltetes Sternengewölbe bewundert werden. Das sog. Abraham-Fenster zeigt Wanderschuhe, Pilgerstab und -tasche und erinnert daran, daß der Ort am Jakobsweg von Köln/Bonn nach Trier liegt.
Nach einem guten Anstieg bei noch verhaltenen Temperaturen und leichter Bewölkung gelangten die Wanderfreunde zum Eifelblick am Friedhof von Kronenburg, von wo sich ein weiter Blick u.a. bis zur Hohen Acht bot. Über abgeerntete Felder und entlang eines kleinen Tales am Rande eines Naturschutzgebiets wurde das Örtchen Berk erreicht. Es ist auch heute noch ein Wallfahrtsziel für viele Pilger aus den umliegenden Orten, die in der Fastenzeit die Vierzehn Nothelfer hier verehren.

Nun galt es, wieder die Höhe zu erklimmen. An einem schattigen Picknickplatz am Ortsrand von Kronenburg mit einem großen Findling wurde Mittagsrast gemacht. Hier hat ein Wanderführer-Lehrgang des Eifelvereins eine seltene Baumart gepflanzt: Speierlinge.
Der Höhepunkt folgte mit der Besichtigung des mittelalterlichen Ortskerns von Kronenburg, das eine bewegte Geschichte aufweisen kann, was man noch heute an den wunderschönen Fachwerkhäusern, dem Burghaus, der Burgruine und der spätgotischen Einstützenkirche erkennen kann.
Am Ferienpark "Kronenburger See", wo rund ums Jahr 170 Bungalows und Ferienhäuser gemietet werden können, vorbei erreichte man über die Fußgängerbrücke über die B 421 den Staudamm des Sees. Der See, bei dem heutigen hochsommerlichen Wetter ein stark besuchtes Bade- und Freizeitgewässer, wurde nun umrundet.
Es folgte die Durchquerung des Ortsteils Kronenburger Hütte, wo sich bis Mitte des 19. Jhdts. eine Eisenhütte befand. Im schönen Tal der Kyll, die im Losheimerwald entspringt und nach 142 km in die Mosel mündet, ging es schließlich zum ehemaligen Kalkwerk Brandenburg, das bis 1979 in Betrieb war. Schon Kelten und Römer haben in der Eifel Kalk gebrannt, der vielfältig verwendet wurde. Bald war der Ausgangspunkt in Baasem wieder erreicht.
Alle Wanderfreunde hatten die guten 15 km trotz der inzwischen hohen Temperaturen wohlbehalten gemeistert.

Rolf Berger

Fotos: B.Klinkenberg.  Zusammenst./Aufber.: K. Heidtmann