Wieder einmal waren jetzt Mitglieder des Roetgener Eifelvereins mit Hubert und Elfriede Baumsteiger unterwegs. Bereits seit 2009 finden die vom Vorsitzenden der Ortsgruppe und seiner Frau vorzüglich organisierten Wanderwochen bzw. -wochenenden unter dem Motto „Natur und Kultur“ statt.

Diesmal ging die Busreise ins malerische Altmühltal. Im Hotel „Zum Hirschen“ in einem Ortsteil von Beilngries bezogen die 35 TeilnehmerInnen ihr Quartier für eine erlebnisreiche Woche bei idealem spätsommerlichen Wetter.
Eine erste Tageswanderung führte von Dietfurt entlang der Altmühl und ins Tal der Weißen Laber. Am nächsten Tag standen geführte Besichtigungen in Eichstätt und Beilngries auf dem Programm.
Die heutige Kreisstadt Eichstätt ist seit der Gründung eines Bistums im 8. Jahrhundert das katholische Zentrum der Region und Sitz der einzigen Katholischen Universität im deutschsprachigen Raum. Bis heute verehrt sind der erste Bischof Willibald (+ 787) und seine Schwester Walburga. Nach schweren Zerstörungen im 30-jährigen Krieg wurde Eichstätt als Barockstadt wieder aufgebaut.
Aus der Fülle von Sehenswürdigkeiten, die die Bischofs- und Universitätsstadt zu bieten hat, konnten mit dem Dom, der Ehemaligen fürstbischöflichen Residenz und dem Residenzplatz, der zu den schönsten Platzensembles Europas zählt, nur die bedeutsamsten Monumente besichtigt werden.
In der historischen Altstadt von Beilngries geben sich rund um die Stadtpfarrkirche mit ihren glasierten Turmziegeln zahlreiche sakrale und weltliche Bauten aus dem Mittelalter, Rokoko und Barock ein Stelldichein. U. a. sind noch neun der ehemals 15 Türme der Stadtmauer erhalten.
Eine Exkursion verband am dritten Tag des Aufenthalts kürzere Spaziergänge mit weiteren Besichtigungen. Besucht wurden die Tropfsteinhöhle Schulerloch sowie Burg Prunn. Hier wurde der sogenannte „Prunner Codex“ entdeckt, eine um 1330 entstandene Handschrift des Nibelungenliedes. Das kostbare Pergament befindet sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek, auf Burg Prunn verbindet eine umfangreiche Ausstellung die Erzählungen des Nibelungenliedes mit der Geschichte der Burg und dem mittelalterlichen Leben im Allgemeinen. Besonders beeindruckt waren die Wanderfreunde aber von der „Befreiungshalle“. Der weithin sichtbare, imposante Rundbau auf dem Michelsberg bei Kelheim wurde von König Ludwig I. als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813 – 1815 und als Mahnmal für die Einheit Deutschlands errichtet. Die feierliche Einweihung fand am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig statt.
Eine weitere Tageswanderung führte vom Hotel aus zunächst zur Benediktinerabtei Plankstetten und weiter entlang des Main-Donau-Kanals. Am Endpunkt in Berching konnten die Wanderfreunde noch einmal einen Spaziergang durch das Mittelalter machen. Das 1100 Jahre alte Städtchen im Sulztal ist noch vollständig von einer Stadtmauer umgeben.
Am letzten Tag starteten die Roetgener ab Kelheim auf einem Wanderweg entlang der Donau zum Startpunkt der „Zillen“. Diese hölzernen Flachboote dienten früher dem Fischen oder dem Transport von Waren und wurden gerudert oder „getreidelt“. Heute sorgt ein Motor für eine bequeme Fahrt der Touristen durch die „Weltenburger Enge“ zum Kloster Weltenburg. Hier hat sich vor rund 200.000 Jahren ein Nebenarm der Urdonau durch das Kalkgestein gegraben. Auf einer Strecke von rund fünf Kilometern strömt der Fluss heute mit einer Breite von nur 80 Metern zwischen den bis zu 70 Meter aufragenden Felsen hindurch. Die besondere Sehenswürdigkeit von Kloster Weltenburg, das als bayerisches Ur-Kloster gilt, ist die von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam Anfang des 18.Jahrhunderts gebaute und reich ausgestattete Barockkirche. Hier zieht besonders die Deckengestaltung mit den berühmten Fresken, die die „triumphierende Kirche“ darstellen, in den Bann. Anschließend konnte man sich im Biergarten mit einem Bier aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt (seit 1050) stärken. Mit einer Schifffahrt zurück nach Kelheim fand eine ereignisreiche Wanderwoche einen gemütlichen Abschluss.

H. Giesen

 

 

Hinweis für die Betrachtung der Fotos:

Bei einer solchen Wanderwoche fällt eine größere Zahl Fotos an. In diesem Fall waren es ca. 1150 Fotos  und die habe ich auf ca. 350 reduziert.

Diese Menge an Fotos mussten der Internetseite in kleinen Portionen übergeben werden.

In der Gesamtübersicht seht ihr leere Plätze am Ende dieser „Portionen“. Beim Durchblättern der Fotos stoppt das Programm an diesen leeren Plätzen. 

Zur Betrachtung der nächsten Fotos müßt ihr auf die Gesamtübersicht zurückschalten (X rechts oben anklicken) und dann das nächste Foto anklicken. Dann geht es wie gewohnt weiter.

 

 

Fotos: H.Baumsteiger, D. Bothe, K. Heidtmann, B.Klinkenberg.  Zusammenst./Aufbereit.: K. Heidtmann