Die Anfahrt nach Montenau, an dem Fluss Amel gelegen und unweit des Ortes Amel (franz. Amblève), zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung, führte zu einem Bereich der belgischen Eifel, der bereits zu den Ardennen zählt.
Das derzeit beste jedoch heiße Wanderwetter hatte 32 Mitwanderer zusammengeführt.



In Montenau starteten wir am früheren Bahnhof. Dieser liegt an der vormaligen Vennbahnlinie 48, der Strecke zwischen Weismes/Waimes und St. Vith (Inbetriebnahme in 1887 / stillgelegt 1982). Vor mehr als 10 Jahren wurde diese Bahnstrecke dann zu dem beliebten Radweg „Ravel-Route“ umgebaut.
Der mächtige „Hausberg“ von Montenau ist der Wolfsbusch.
Dieser Name deutet auf die frühere Präsenz des Wolfes in den Wäldern der Ardennen hin.
Auch gibt es im Wolfsbusch auffallend viele große Felsgebilde, aus denen in früheren Jahrhunderten wuchtige Mühlsteine ausgehauen und verarbeitet wurden.
Unsere Wandergruppe begab sich zu Beginn aufwärts zum Wolfsbusch. Der Wald wurde durchquert, zunächst auf breiteren Forstwegen, weiter auch auf kleinen Pfaden.
An dem heute erreichten höchsten Punkt, neben felsigem Gestein und mit Fernblick, wurde eine erste Rast eingelegt.
Es folgte nun eine Bergab-Strecke mit wechselnden Anforderungen. Auf wunderschönen
fast abenteuerlich wirkenden Pfaden, teils eng und steinig, erreichten wir wieder
einen Forstweg. Diesem folgten wir auf fast ebener Strecke, um die halbe Bergkuppe herum. Dann musste ein Abstieg bis auf Flusshöhe der Amel bewältigt werden, teils auf kleinen Wegen die stark von Baumwurzeln überwachsen waren.
Über eine interessante Brückenkonstruktion für Fußgänger erreichten wir das rechte Ufer der Amel. Hier fand sich eine lauschiger Platz für die Mittagsrast.
Danach ging es etwas bergauf, mit Fernblick, bis zu kurz vor dem Weiler Thirimont. Wieder abwärts gehend erreichten wir erneut den Fluss Amel. Nun wandten wir uns fluss-aufwärts, auf kleinen Waldwegen und Pfaden, in Richtung Montenau. Am Waldrand erreichten wir hier ein wuchtiges Gebäude, das ehemalige Kloster St. Raphael.
Der Ursprung dieses Gebäudes war eine im Jahre 1908 erbaute Villa eines Antwerpener Kaufmanns. Das Anwesen wurde im Jahre 1928 durch den Steyler Orden erworben und später als Erholungshaus für Missionare eingesetzt. 1940-1945 wurden die Gebäude von der deutschen Wehrmacht als Lazarett genutzt. Die Klostergemeinschaft der Steyler Missionare und Schwestern (mit zuletzt nur noch 3 Mitgliedern) wurde 2018 aufgegeben.
Ab dem Kloster, zurück zum Ausgangspunkt, führte der Weg über die Straßen des Dorfes.
Die zurückgelegte Wanderstrecke betrug ca. 15,4 km.
Zur ersehnten Einkehr begaben wir uns in das direkt an der Ravel-Route und neben den von uns genutzten Parkplätzen gelegene Restaurant/Gasthaus „Terminus“.

Bruno Klinkenberg, Wanderführer

 

Fotos: H.Baumsteiger, R.Berger,D.Bothe,K. Heidtmann, B.Klinkenberg. Streckenaufz.,Zusammenst./Aufbereit. K. Heidtmann