Vom Markt in Kornelimünster machten sich 28 Wanderer auf den Weg zur Klause zum "Kreppche kicke" bei sonnigem Wetter.
Im Naturschutzgebiet Klauserwäldchen geht es leicht bergan, vorbei an sieben Bildstöcken (die Tonreliefs zeigen Darstellungen der Sieben Schmerzen Mariens) zur ehemaligen Einsiedelei mit der Kapelle "Maria im Schnee" (Maria ad nives).

Der kleine weißgeschlämmte Bruchsteinbau zeigt im Keilstein über dem rundbogigen Eingangsportal ein Wappen und die Inschrift "Frere Toma Larondel, Eremit Anno 1658". Der Anbau beherbergte die Eremitenwohnung. Er ist heute privat bewohnt und - anders als die Kapelle - nicht öffentlich zugänglich. In der Kapelle war eine liebevoll aufgebaute Krippe, die natürlich jeder bewundern wollte.
Da nur ca. 3 - 4 Personen dort Platz hatten, dauerte es etwas länger, bevor wir den Berg wieder hinunter- und weiterwandern konnten.
Es ging durch die Wiesen von Kornelimünster bis zum Varneum, einer gallo-römischen Kultstätte. Hier, an der Straße nach Breinig, wurden seit 1907 Überreste von bedeutenden Tempelanlagen der Römerzeit freigelegt und untersucht. Die Entstehung dieser sehenswerten Ausgrabungen wird auf die Zeit um Christi Geburt datiert. Die Bezeichnung "Varneum" geht auf die Weiheinschrift einer hier gefundenen Bronzetafel zurück.

Nach einer kleinen Pause an diesem geschichtsträchtigen Ort wanderten wir durch ein Wäldchen abwärts zu einer Wiese, wo linkerhand ein großes steinernes Kreuz die Aufmerksamkeit erregen sollte. Vorbei an der Bergkirche St. Stephanus gelangten wir über einen alten Treppenabstieg zügig wieder zum Korneliusmarkt. Hier statteten wir auch der Krippe in St. Kornelius einen Besuch ab. Nach soviel Kultur kehrten wir in der "Bahnhofsvision" zu Herzhaftem und Süßem ein.

Wanderführer: Hubert Baumsteiger

 Fotos: H.Baumsteiger, K. Heidtmann.  Zusammenstellung/Aufbereitung: K. Heidtmann