Unsere Senioren-Busfahrt führte uns diesmal ins Bergische Land, eine für viele Eifeler völlig unbekannte Gegend. Nach den Unwettern der vergangenen Tage konnten sich die 38 Ausflügler am Samstag, 2. Juni, über einen schönen und trockenen Tag bei angenehmen Temperaturen freuen.

Ziel waren zwei zur „Klingenstadt“ Solingen gehörende Orte, das Schleifermuseum Balkhauser Kotten und Schloss Burg an der Wupper.
Heute wird der Name Bergisches Land zwar eher topografisch verstanden – es ist in der Tat eine Mittelgebirgsregion mit Höhen bis zu ca. 520 m – , seinem Namen verdankt es aber seiner Zugehörigkeit zum früheren Herzogtum Berg, das zwischen dem 11 und 19. Jahrhundert weite Teile des heutigen NRW umfasste. Die Bezeichnung geht zurück auf den ersten Herzog Adolf I., der sich nach seinem Herrschaftssitz Burg Berge (bei Altenberg) „von Berg“ benannte. Sein Sohn Adolf II. erbaute Schloss Burg, das ab 1133 Stammsitz wurde. Von 1386 bis 1822 war Düsseldorf, das schon 1288 von Graf Adolf V. zur Stadt erhoben worden war, die Residenz- und Hauptstadt des Herzogtums (ab 1806 Großherzogtum unter Napoleon).
Solingen ist das Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie. Insbesondere bei der Herstellung von Klingen sind Solinger Unternehmen weltweit führend. Etwa 90 Prozent der deutschen Schneidwaren- und Besteckbranche sind hier ansässig (z.Bsp. Zwilling und Pfeilring). Der heute als Industriedenkmal betriebene Balkhauser Kotten war eine von vormals über100 Arbeitsstätten an der Wupper und ihren Nebenflüssen, in denen Schleifer an den mit Wasserkraft betriebenen Schleifsteinen – die übrigens aus Mayen stammten – Messer, Scheren oder auch Werkzeugen ihren berühmten Schliff gaben. Eine spannende Führung durch den Balkhauser Kotten vermittelte einen Einblick in die Klingenproduktion ab dem 16. Jahrhundert.
Nächstes Ziel war das bekannte Wahrzeichen des Bergischen Landes, „Schloss Burg an der Wupper“. Nachdem die Höhenburg im gleichnamigen Solinger Stadtteil im 14. Jahrhundert ihre Stellung als Residenz des Herzogs von Berg an Düsseldorf abgeben musste, verfiel sie mehr und mehr, wurde im 30-jährigen Krieg geschleift und war schließlich nur noch eine Ruine. Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich ein Verein, der von 1890 bis 1914 den Wiederaufbau betrieb. Heute ist Schloss Burg eine der größten Burgen Westdeutschlands und die größte rekonstruierte Burganlage in Nordrhein-Westfalen, die unter Denkmalschutz steht. Als beliebtes Ausflugsziel beherbergt sie neben einem Museum eine vielfältige Gastronomie und kleine Läden mit Andenken und Kunstgewerbe. Im Café Rittersturz war für Eifeler die berühmte, sehr reichhaltige „Bergische Kaffeetafel“ mit süßen und herzhaften Spezialitäten gedeckt. Der Kaffee wurde natürlich stilecht in der „Dröppelminna“ serviert.
Helga Giesen

 

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