Bei recht mildem Herbstwetter kamen überraschend vieleTeilnehmer (33) zusammen.

Die Wanderung führte ab der Roetgener Straße in Raeren, ab dem Parkplatz eines Möbelhauses, in den „Baronswald“. Dieser Name für den Wald wurde verwendet nachdem der vormalige Besitzer, die Reichsstadt Aachen, den Wald an einen Baron veräußerte.
Im Bereich dieses Waldes verläuft auch die heutige Grenze zwischen Belgien und Deutschland, teils durch den Lauf der Inde markiert.

Wir berührten den Ravelweg, heute parallel zu der von Aachen über Walheim führenden Bahnstrecke, die weiter ich Richtung Eupen (vormals auch nach Roetgen...) führt(e). Dann begaben wir uns über den Honienweg hinein in den Prälatenweg. Diese Bezeichnung wie auch die Namen „Prälatendistrikt“ für ein Waldstück und auch das Bächlein „Prälatensief“ wiederum stammen aus der Zeit als die Abtei Kornelimünster (1611 bis 1802) dort noch Eigentumsrechte besaß.

Über den Prälatenweg gelangten wir zu der Ruine eines ehemaligen Dynamitlagers. Heute noch erkennt man die Ruinen eines massiven Steinhauses das von einem hohen Erdwall umgeben ist.
An dieser Stelle wurde seinerzeit Sprengstoff gelagert, fernab jeder Wohnbebauung, um von hier aus Steinbrüche, Bergwerke und Zementfabriken mit dem benötigten Sprengstoff zu beliefern.
Betrieben wurde die Anlage unter dem Firmennamen „Landvogt und Braun, Sprengstoffvertrieb Richterich“ (nach 1874 bis 1914, dem Beginn der Ersten Weltkrieges). Hernach wurde die Anlage dem Verfall preisgegeben.

An dieser Stelle endete die Waldschneise und gemäß Weisung des Wanderführers musste hier ein leicht sumpfiges Waldstück abwärts über das Bächlein Prälatensief durchquert werden. Dann gelangte man wieder auf einen kaum noch erkennbaren Pfad, der bis zur Einmündung des Bächleins in die Inde führte. Hier gab es ringsum unberührte Natur.
An der Inde angekommen musste diese einmal ohne Brücke überquert werden.
Auch diese Herausforderung erschien manchen Teilnehmern trotz des durch das Bachbett bereitgelegten Knüppeldamms (der Vorarbeit des Wanderführers) recht abenteuerlich. Alle Anforderungen wurden aber zumeist fröhlich gemeistert und hernach ging es, hier kurz vor Schmithof, ohne weiter Schikanen zurück zum Ausgangs-Parkplatz.
Diesen erreichten wir „ohne Schwund“ der Teilnehmerschaft gegen 16.30 Uhr.

Den Ausklang erlebten wir wohlgemut im Café „Zahlepohl“, gegenüber der Raerener Burg.

Bruno Klinkenberg, Wanderführer

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