6 unerschrockene Frauen und der uns schon am Wasserwerk Perlenbach erwartende Wanderwart Rolf machten sich am 05.08. bei schwül-warmen Wetter zur Seniorenwanderung um die Perlenbachtalsperre auf.
Nach kurzem Anstieg erreichten wir die Mauerkrone und sahen mit eigenen Augen – sehr wenig Wasser in der Talsperre. In der Presse wird schon seit einiger Zeit berichtet, dass aus Stabilitätsgründen wieder teuer Wasser hochgepumpt werden muss.
Zunächst folgten wir einem schattigen Weg, rechter Hand immer von der Talsperre begleitet. Unterwegs waren reichlich Blumen, Insekten und Schmetterlinge zu entdecken. Danach überquerten wir den flach dahinplätschernden Perlenbach über eine hohe, neu gebaute Holzbrücke.
Wir erblickten rechterhand plötzlich tiefe Fußspuren im mittlerweile freigelegten, morastigen Untergrund – es gibt immer wieder Neugierige, die es nicht lassen können.
An einer Hütte wurde die erste von etlichen Trinkpausen gemacht. Später folgten wir eine Zeitlang dem Römerbachtal. Eine kurze Strecke mussten wir der viel befahrenen B399 folgen, konnten diese aber hinter der Bushaltestelle gleich wieder verlassen. Jetzt ging es weiter an Wiesen und Hecken entlang. Ein Schild, das Hundehalter vor der Fuchsräude warnt ließ uns frösteln. Kurz darauf sahen wir die Spitzen des Eifeldoms hinter den Baumwipfeln aufblitzen.
Ein Schild mit der Werbung für Milchverkauf am Roderhof scheint falsch platziert, da das Betreten der nächsten Einfahrt für Unbefugte verboten ist. Das Rätsel löste sich an der nächsten Kreuzung – gleiches Schild, leider hinter üppigem Grün weitestgehend verborgen.
Die kleine Holzhütte war aber von hier aus schon zu sehen – und Rolf von einer anderen Wanderung wohl bekannt. Deshalb gibt es ein paar Meter gratis – und eine ungeplante Pause mit lecker schmeckendem belgischen Eis.
Zurück ging es dann den - mittleren - schmalen Pfad durch dichteren Wald nach unten, auch wenn er wegen fehlender Markierung ausdrücklich angezweifelt wurde. Das immer noch frische Lüftchen tat gut. Wir sahen jetzt nochmals blühendes Heidekraut, wieder viele Schmetterlinge, die sich u.a. am Wassserdost gütlich taten – und eine Blindschleiche, die sich mitten auf dem Wanderweg sonnte und keine Anstalten machte, ihr Sonnenbad wegen uns zu unterbrechen.
Unten angekommen überqueren wir die Hauptstraße und folgen der Sackgasse zurück zu den warten Autos.
WF Diana Hofmann
Fotos: H. Giesen
Zusammenst./Aufber.: I. Steven