Zwei tapfere Wanderer ließen sich von den angekündigten „tropischen“ Temperaturen nicht schrecken und machten sich mit Wf. Helga Giesen auf den Weg zur angekündigten Wanderung durch das Hohnbachtal bei Kelmis. Gestartet wurde am Casino-Weiher. In gemütlichem Tempo und mit ausreichend Trinkpausen folgte das Trio über weitgehend schattige Waldwege Teilen des Industrielehrpfads, der an mehreren Stationen über die Bergbaugeschichte der Region informiert.
In der Region um Kelmis wurde seit dem 14. Jh. der Abbau von Galmei betrieben – auf Platt „Kelme“ genannt, auf Französisch „la calamine“. Der Casino-Weiher ist ein vom Tüljebach aufgestautes ehemaliges Wasserreservoir, das zur Erzwäsche diente, heute ein Paradies für Wasservögel und für Angler. Die Abraumhalden bilden jetzt das NSG Altenberg, in dem – ähnlich wie am Breinigerberg – die typische Galmei-Flora heimisch ist, die nur auf schwermetallhaltigem Boden gedeiht. Auch im weiteren Verlauf des Weges gab noch einige Wiesen mit den üppig blühenden gelben Veilchen.
Entlang des Bachlaufs waren mehrere Stolleneingänge zu erkennen, die heute Fledermäusen Unterschlupf bieten.
Nach knapp 5 km war nach dem Verlassen des Hohnbachtals auf einer Bank am Waldrand die obligatorische Bananenpause angesagt. Im Norden waren die Turmspitzen der Emmaburg zu erkennen und man hätte schon hier über Wirtschaftswege die vorgesehene, knapp 14 km lange Strecke abkürzen können. Aber zunächst einmal ging es weiter durch Wald und Wiesen nach Süden zum Gippenhaagerbusch, dem Stadtwald von Kelmis. Hier entschied man sich dann doch für eine Abkürzung. Weil dadurch der für die Mittagpause vorgesehene Rastplatz wegfiel, machten es sich die hungrigen Wanderer auf einem Hochsitz bequem. Über urige Pfädchen erreichte man danach die Emmaburg von Süden her. Das weitläufige, durch Zäune abgeriegelte Gelände wurde umrundet und über den bequemen Forstweg, vorbei an der bekannten Kletterwand, ging es zurück zum Casino-Weiher. Nach etwa 11 km war – zwar verschwitzt, aber gut gelaunt – das Ziel erreicht.
WF Helga Giesen
Fotos: H. Giesen
Zusammenst./Aufber.: I. Steven