Das Wetter meinte es ausgesprochen gut mit den 14 Wanderinnen und Wanderern, die sich von Roetgen aus mit den Autos auf den Weg zum belgischen Walhorn machten. Walhorn gehört heute zur Gemeinde Lontzen und ist geprägt durch die Aktivitäten der Molkerei Arla. Erstmalig erwähnt im Jahre 888 war Walhorn dann später, seit dem 15. Jahrhundert, ein wichtiger Verwaltungs- und Gerichtsstandort.
Die Wanderung startete am Ausgangspunkt des sog. Skulpturenwegs. Die Wandergruppe kam an verschiedenen interessanten Skulpturen vorbei, die von Künstlerinnen und Künstlern im Jahre 2025 unter dem Motto „SOS Europa als Raum der Migration“ seitwärts des Weges errichtet worden sind.
Zunächst ging es zum ehemaligen Steinbruch „Rotsch“. Der Grund des Steinbruchs hat sich mit Wasser gefüllt und bildet einen romantisch anmutenden See, umgeben von steilen Felswänden. Man hätte hier einen Karl May Film drehen können. Aber statt Winnetou kam nur die Wandergruppe des Eifelvereins vorbei.
Quer über eine ausgedehnte Wiese ging es dann zur Langmüs Gasse, die Merolser Straße wurde überquert und auf der Straße Johberg gelangte die Wandergruppe zur Banneux Kapelle. Fleißige und freundliche Männer waren dort gerade mit Verschönerungsarbeiten beschäftigt. An der Kapelle bogen die Wanderer nach links ab auf den Kreuzweg, passierten mehrere Kreuzwegstationen und kamen dann über die Bouillongasse an die Autobahn. Über die Heidestraße und den Groetbacherweg kam man zum Walhorner Weiher, der eine kleine Erholungsoase mitten im Ort darstellt.
Den Abschluss der Wanderung bildete ein Besuch der Dorfkirche, die bedeutend älter ist, als ihr derzeitiges Äußeres vermuten lässt. Der ursprüngliche Kirchenbau geht auf die Zeit um 1100 zurück. Im 14. Jahrhundert wurden der Chor und im 15. Jahrhundert das Hauptschiff errichtet. Später, vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, kam es dann zu vielfachen Veränderungen des Erscheinungsbildes. Eindrucksvoll sind das große Triumphkreuz und der alte Nebenaltar.
Im Anschluss an die Wanderung traf sich dann die Mehrzahl der Wanderinnen und Wanderer auf der Terrasse des Eissalons Venezia in Raeren und ließ dort den Wandernachmittag bei einer Portion Eis oder einem Kaffee gesellig ausklingen.
Streckenlänge : 7 km
Wanderführer : Heribert Steinbach
Fotos: R. Berger, H. Steinbach, I. Steven
Zusammenst./Aufber.: I. Steven