2026-03-15 Wanderung um den Bütgenbacher See

Kalt, doch zunehmend sonniger gestaltete sich das Wetter am Sonntag, den 15.03. – was die Wanderer aber schon am Roetgener Marktplatz nicht davon abhielt, durch diverse Wortgeplänkel für Stimmung zu sorgen.

Die Wanderung begann am Bütgenbacher Markt, unterhalb der heutigen St. Stephanus-Pfarrkirche. Durch das Nebeneinander von neoromanischer Architektur, christlicher Symbolik und geschichtsträchtigen Relikten wird dem Bauwerk eine überraschende Harmonie, aber auch Extravaganz bescheinigt. Durch ihre schiere Größe und die Höhenlage oberhalb des Sees ist sie gleichzeitig eine bedeutende Landmarke.

Vom Markt ging es um die Kirche, an gepflegten Einfamilienhäusern mit Vorgärten vorbei, in denen sich die Frühblüher noch durch den frisch gefallenen Schnee kämpften. Kurz vor Erreichen der Staumauer konnten wir einen Blick auf die Überreste der ehemaligen Burg werfen – nach zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen heute leider kaum mehr als ein moosüberwachsener, großer Steinhaufen.

Die Talsperre Bütgenbach wurde zur Regulierung der Warche, ihres Hauptzuflusses, errichtet. Die Warche, in der Nähe zur belgisch-deutschen Grenze bei Losheim entspringend, war als einer der unberechenbarsten Flüsse in Belgien bekannt. Direkt nach der 1929 zunächst flussabwärts errichteten Talsperre in Robertville wurde 1932 noch die Talsperre Bütgenbach erbaut – Garanten einer stabilen Wasserversorgung der Industrien in Malmedy (Gerbereien und Papierindustrie). Der Betreiber der Talsperre ist heute das Energieverteilungsunternehmen Engie Electrabel. Die elektrische Zentrale am Fuße der Anlage ist mit einem Generator zur Stromerzeugung ausgestattet – somit eine der wenigen Talsperren in der Region, die nicht als Trinkwasserreservoir dienen.

Selbst im zeitigen Frühjahr konnten wir auf unserer Wanderung an verschiedensten Stellen Zeichen der touristischen Nutzung erkennen – Zelte, aus denen die Gäste fröstelnd auftauchten, Angler, die auf guten Fang hofften, Spaziergänger mit und ohne Hund sowie reichlich Jogger und Radfahrer, denen wir immer wieder ausweichen mussten. Auf der Seeseite unterhalb vom Ortsteil Berg bestehen auch Bademöglichkeiten – bei einer sommerlichen Vorwanderung selbst gesehen.

Wir folgten zunächst dem Weg unterhalb von Berg in Richtung Wirtzfeld, entlang zahlreicher Buchten mit immer neuen Blicken auf den See, unterwegs eine Bananenpause einlegend. Wie schon während der Anfahrt konnten wir an vielen Stellen wilde Narzissen in voller Blüte bewundern. Nach der Einmündung der Holzwarche kamen wir an die Einmündung der mäandrierenden Warche, über der sich heute eine befahrbare Brücke befindet.

Jetzt folgte ein dunkleres Waldstück. Ein Unterstand am Wegesrand bot genügend Sitzplatz für alle Wanderer, um die Mittagspause einzulegen. Danach ging es ein Stück auf der ehemaligen Bahntrasse Weywertz-Jünkerath schnurgeradeaus, das (offensichtlich noch geschlossene) Sport- und Freizeitzentrum Worriken rechter Hand in Sichtweite.

Am Ortsrand begann der „Aufstieg“ an einigen Hotels vorbei zurück in das Zentrum von Bütgenbach, wo wir uns im Café Heinen lecker Torte mit Kaffee oder Omelett mit Belvaux schmecken ließen.

WF Diana Hofmann

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Fotos: R. Berger, H. Giesen

Zusammenst./Aufber.: I. Steven

Eifelverein OG Roetgen e.V.

Faulenbruchstr. 83
52159 Roetgen

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Telefon: 0172/9029102


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