Vom Parkplatz am Ende der Straße "Hütte" in Eupens Unterstadt starteten 8 Wanderfreunde bei strahlendem Sonnenschein. Entlang der Hill passierte man zunächst das Toussaint-Kreuz, das an die Ermordung eines Försters durch einen Wilddieb erinnert.
An der "Schwarzen Brücke" (auch "Pont Guerrier") mündet die Soor in die Hill. Beide Bäche entspringen im Hohen Venn und durchqueren den Hertogenwald. Dieser ist ca. 12.000 Hektar groß, wovon etwa 28%, darunter das Tal der Soor, "Natura 2000"-Schutzgebiet sind. Es gehört damit zu einem EU-weiten Netz von Schutzgebieten, das der Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten dient. Mischwälder mit Buchen, Fichten und Eichen bedecken die Hänge des Soortals und bieten Wildtieren und Vögeln wie Schwarz-und Grauspecht, Raufußkauz und Schwarzkehlchen einen Lebensraum. In der feuchten Talsohle überwiegen offene Landschaften mit einzelnen Schwarzerlen und Birken sowie Pfeifengras und Torfmoosflächen.
Nach längerem Aufstieg über einen Forstweg gelangte man an den Beginn eines um 1950 erbauten 2,5km langen Stollens zur Gileppe-Talsperre. Diese sollte Eupen vor Hochwasser schützen und dem gestiegenen Bedarf an Trink- und Brauchwasser im Raum Verviers dienen. Eine Tafel erinnert an den Tod von 8 Arbeitern, die beim Bau des Stollens infolge eines Unwetters ums Leben kamen. Hier wurde die "Bananenpause" eingelegt.
Im weiteren Verlauf führte die Wanderung durch eher monotone Fichtenwälder. Am höchsten Punkt, dem Pavillon "Seveneiken", war es nach mehr als der Hälfte der Strecke Zeit für die Mittagspause. Nun senkte sich der Weg zunächst allmählich, bis die Fichten wieder durch hellere Laubbaumwälder abgelöst wurden. Steil ging es dann hinunter zur "Schwarzen Brücke", auf der die Hill überquert wurde. Auf die ursprünglich geplante Strecke zum Hillwehr und über einen abenteuerlichen Wurzelpfad entlang der Hill, die zwar im Sommer wunderschön ist, jetzt nach dem Regen doch ziemlich gefährlich wäre, wurde - auch wegen der übermäßigen Länge - verzichtet. Ein höher gelegener Hangweg führte schließlich zu den ersten Wiesen vor Eupen, von wo man einen weiten Blick, u.a. bis nach Henri Chapelle, hatte. Eine sehr schöne, leider wegen Astbruchgefahr gesperrte Allee mußte noch umgangen werden, ehe nach Passieren einiger Stiegel wieder Hill und Parkplatz erreicht wurden. Nach der 12km langen Strecke kehrten einige Wanderfreunde noch in Ternell ein.
WF Ingrid Winzen
Fotos: R. Berger, H. Giesen
Zusammenst./Aufber.: I. Steven