17 Wanderfreunde trafen sich am ehemaligen Bahnhof von Monschau, der an der früheren Bahntrasse von Aachen nach Luxemburg lag und jetzt von Radfahrern auf dem RAVeL passiert wird. Zunächst ging es ein Stück den Eifelsteig aufwärts im urwüchsigen Tal des kleinen Laufenbachs an den Ortsrand von Mützenich.
Auf schmalem Pfad abwärts folgte man einem namenlosen, nicht weniger urigen Bächlein hinunter zum RAVeL. Der Weg verlief nun durch das Neubaugebiet „Auf der Haag“. Hinter der Hauptschule und mit Blick auf das Gymnasium erreichte man den Treppenweg, der hinunter zum „Oberen Kalk“ führt.
Nach Überquerung der B399 ergaben sich schöne Aussichten auf die Burg Monschau (Ende des
12. Jh., heute Jugendherberge), die Mädchen-Realschule und die Gebäude des Handwerkermarkts. Von der Brücke über den Schlossweg bot sich ein herrliches Panorama auf die schiefergedeckten Häuser der Monschauer Altstadt mit der Burgruine Haller, den Terrassen am Rahmenberg, wo früher die Tuchmacher ihre Stoffe bleichten, sowie auf die evangelische Kirche und die Katholische Aukirche. Über die gepflasterte Straße „Schlosskehr“, an der einige herrschaftliche Villen von den guten alten Tuchmacherzeiten kündeten, ging es auf der „Bergstraße“ vorbei an der ehemaligen Sparkasse zum Holzmarkt. Hier steht eines der ältesten Häuser Monschaus, das frühere Haus des Amtsmanns der Jülicher Herzöge (von 1666), heute genutzt als Stadtarchiv und Bibliothek des Heimat- und Geschichtsvereins.
Angesichts der zahlreichen Weihnachtsmarktbesucher trennten sich die Wanderer, um ein Stück durchs Zentrum der Altstadt an den Buden vorbei bis zum Marktplatz zu bummeln. Nach einer halben Stunde traf man sich an „Maaßens Päulche“, einer Skulptur am Anfang der Brücke zur evangelischen Kirche. Ein schöner Blick ergibt sich von hier auf das „Rote Haus“ des Tuchfabrikanten Joh. Heinr. Scheibler (von 1768), Monschaus größte Sehenswürdigkeit. Am Ende der Stadtstraße bog man in die Kirchstraße ein und verließ damit das Menschengewimmel. Bei der alten Pfarrkirche (von 1650) mussten erneut etliche Stufen erklommen werden, um direkt unterhalb der Burg auszukommen. Linker Hand befindet sich das Seniorenzentrum „Maria-Hilf-Stift“, früher das Monschauer Krankenhaus (bis 1970). An der Schlosskapelle vorbei (erstmals 1369 erwähnt) lief man durch den Eselsturm (von 1370) zur „Schlosskehr“, um von da über den „Unteren Kalk“ und den „Biesweg“ wieder zur B399 zu gelangen. An der Schwimmhalle und der ehemaligen Realschule vorbei ging es auf bequemem, breitem Weg im Tal des „Kleinen Laufenbachs“ zurück zum Parkplatz am ehemaligen Bahnhof von Monschau.
WF Rolf Berger
Fotos: R. Berger, H. Giesen
Zusammenst./Aufber.: I. Steven