Die Senioren scheinen mit dem Wettergott im Bunde zu sein. Nach der schönen Wanderung am Schwarzbachsee im Oktober ließ auch diesmal die Herbstsonne das noch verbliebene Laub leuchten. Die Wege waren auf dieser gut 7 km langen Tour weitgehend trocken und gut zu gehen.
13 Wanderfreund*innen machten sich ab dem Parkplatz Schönefeld an der Waldstraße zwischen Petergensfeld und Eupen auf den Weg in Richtung Wesertalsperre.
Es ging zunächst im Tal des Diepbachs (in manchen Karten auch Diebach) bergab zu einem ehemaligen Gasthaus. An diesem etwas entlegenen Ort mitten im Wald feierte die Eupener Bevölkerung bis zum 1. Weltkrieg zahlreiche Feste. Bekannt wurde er aber vor allem nach dem 2. Weltkrieg als „Schmuggler-Kneipe“ – einem beliebten Umschlagplatz für den Kaffeeschmuggel von Eupen in Richtung Deutschland. Danach verkam das Anwesen, bis es vor einigen Jahren – jetzt offenbar privat genutzt – liebevoll restauriert wurde.
Über einen Waldlehrpfad ging wieder leicht bergauf zur Wesertalsperre. Am Kletterturm auf dem Parkplatz übte gerade eine Gruppe junger Leute das Abseilen. Von der Terrasse des Restaurants hatte man einen guten Blick auf die Staumauer und den See der 1951 fertiggestellten Talsperre. Ein weitgehend ebener Weg oberhalb der Weser gab durch das schon lichter gewordene Laub den Blick frei auf das Flüsschen, das ungewöhnlich viel Wasser führte. Noch einmal hieß es dann ein bisschen steigen, dann war entlang der Stationen eines Trimmwegs der Ausgangspunkt wieder erreicht.
Wf. Helga Giesen
Fotos: I. Steven
Zusammenst./Aufber.: I. Steven