Bei bestem Wanderwetter - strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen - trafen sich 21 Wanderer zu einer Tour in das NSG Zweifaller Wald.
Ziel dieser knapp 8 km langen Wanderung waren die NSG Solchbach- und Hasselbachtal.


„Corona-konform“ in kleineren Gruppen starteten wir in Rott am Parkplatz Kleebend. Rainer Schmid und Ingrid Winzen unterstützten Wf. Petra Janetzko.

 

Vom Startpunkt wanderten wir in Richtung Solchbach anfangs durch Fichten- dann durch Erlen- und Buchenwald.
Sowohl das Solchbach- als auch das Hasselbachtal wurden vor Jahren unter Betreuung der Biologischen Station von den staatlichen Forstämtern entfichtet. Durch Verschließen von Entwässerungsgräben wurde eine Wiedervernässung eingeleitet.
Mehrere Teilnehmer der Wanderung konnten sich noch gut daran erinnern, wie skeptisch diese Aktion seinerzeit beobachtet wurde. Das Ergebnis heute spricht für sich und kann sich sehen lassen: Im Solchbachtal hat sich der Biber angesiedelt. Wir konnten sehen, wie er es geschafft hat, durch Aufstauen des Solchbaches neue Lebensräume zu gestalten. In den naturnahen Bereichen der Bachauen von Solchbach und Hasselbach wachsen Moorbirken, Erlen und Stieleichen. Spechtarten wie Grauspecht und Schwarzspecht finden Lebensmöglichkeiten im Totholz.
Den Informationen der Biologischen Station kann man entnehmen, dass hier heute fast 200 Farn- und Blütenpflanzen vorkommen – davon 30, die auf der Roten Liste von NRW stehen.
Wir haben bei dieser Tour den Kaisermantel, den Waldbrettspielfalter, das Tagpfauenauge, mehrere Weißlinge und einige Libellen gesehen.
Nach Überquerung des Hasselbaches wanderten wir oberhalb des Hasselbachtales zurück zum Ausgangsort.

Petra Janetzko

 

Fotos: H.Baumsteiger, Streckenaufz. : H.Giesen.  Zusammenst./Aufber.: K. Heidtmann