Trotz der vorangegangenen Wochen mit täglichen Starkregenereignissen und auch heute noch zu Beginn feinem Nieselregen trafen sich 20 Wanderer auf dem Roetgener Markt.

Die Anfahrt konnte als Einstimmung auf den Tag betrachtet werden – hinter Petergensfeld in den frühlingsgrünen Eupener Stadtwald, Eupen nur leicht gestreift, an der Gileppe-Talsperre mit dem charakteristischen Löwen vorbei, in engen Kurven durch Jalhay nach Solwaster. Flugs die Kirche passiert, noch einmal über einen bewaldeten Höhenrücken, bevor es in engen Kurven abwärts und an der ehemaligen Mühle Belheid (Belle Hé) durch die Hoëgne auf den Parkplatz gehen sollte. Doch wenn selbst Belgier vor den tosenden Wassermassen zurückschrecken – der Parkplatz war komplett leer - sollten wir als Ausländer uns erst recht zurückhalten und suchten folglich lieber Plätze entlang des schon reichlich zugeparkten Zufahrtsweges.

Durch ein kleines hölzernes Tor betraten wir den 1999 neu angelegten Wanderweg durch „eines der schönsten Täler Belgiens“. Wir liefen – inzwischen ohne Regen, bald sollte sogar noch die Sonne hinter den Wolken hervortreten - über schmale Pfade mit Wurzeln, über Steine, Holzstufen & -treppen und Stege den Gebirgsbach aufwärts an zahlreichen Wasserfällen vorbei, immer wieder die Seiten wechselnd. Hinter jeder Biegung bot sich ein neuer Anblick. Nach der langen Regenperiode mündeten viele kleine, sonst kaum wahrnehmbare Rinnsäle, teilweise zu Bächen angeschwollen, in die Hoëgne. Einige der größeren Kaskaden haben poetische Namen erhalten, so die „Königin Marie-Henriette-Wasserfälle“ oder der „Leopold-II-Wasserfall“, an der oberhalb gelegenen Schutzhütte machten wir unsere Bananenpause.

Über Felsstufen und Schiefertreppen erreichten wir schließlich die im Jugendstil gestaltete „Pont de Centenaire“ – eine eichenast-imitierende (Beton)brücke, 1930 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Königreiches Belgiens errichtet. Hier, wo die Hoëgne noch wie ein ruhig fließender Vennbach fließt, haben wir in der Sonne unsere Mittagspause eingelegt. Diese Furt war früher Teil der Grenze zwischen dem Fürstbistum Lüttich und der Abtei Stavelot-Malmédy, später zwischen dem Königreich Preußen und Belgien, wie an zahlreichen Grenzpfählen zu erkennen ist. Gut gestärkt überquerten wir die Brücke Richtung Hockai, bogen aber kurz darauf in das Unterholz des Waldes ab. Nach einigen Schritten bergauf gelangten wir auf einen ehemaligen Bahndamm, der jetzt als kombinierter Wander-/ Radweg schnurgerade & eben durch schöne Landschaft führt. Das kleine Örtchen Sart berührten wir ebenfalls nur ganz kurz, tauchten alsbald wieder in den Wald ein, rechts haltend bergab zur Hoëgne zurück, der wir nun in umgekehrter Richtung zurück zu den Autos folgten.

Das gemütliche Beisammensein mit wahlweise Torte & Kaffee bzw. Fritten & Leffe fand anschließend im reservierten Hotel Du Lion in Jalhay statt. Leider gab es nur 6 statt 8 Stück der telefonisch vorbestellten Torte – die Wirtin hat wohl statt „huit“ nur „oui“ verstanden – ich sollte noch etwas an meiner Aussprache üben.

Wanderführer: Diana

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