Neben den Tages-, Kurz – und Seniorenwanderungen stehen bei der Eifelvereins-Ortsgruppe Roetgen in jedem Jahr auch einige besondere Höhepunkte auf dem Programm. Den Auftakt machte jetzt eine Ausfahrt der Senioren zu den Grotten von Han sur Lesse. Die mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Tropfsteinhöhle zählt zu den größten und imposantesten in Europa.

Gemächlich über Landstraßen ging es mit dem Bus quer durch die Ardennen in Richtung Han sur Lesse. Malerische Dörfchen wechselten mit schönen Ausblicken in die sonnenbeschienene Landschaft. Eine historische Straßenbahn brachte die Besucher vom Zentrum des kleinen Ortes zum Eingang der Tropfsteinhöhle. Unterirdisch führte der Weg dann zu Fuß zurück. Auf ca. zwei der insgesamt 17 Kilometer des von der Lesse gebildeten Höhlensystems ging es dabei bis zu 100 Meter tief unter der Erde über 508 Stufen auf und ab. Unser Führer Jeremy wusste viel zu erzählen über Tropfsteinhöhlen im Allgemeinen und die besonderen Schönheiten dieser Grotte, die schon seit fast 300 Jahren für Besucher zugänglich ist. Sie können hier die unterschiedlichsten Gebilde bestaunen, die seit Jahrtausenden von unablässig durch Kalkstein sickernden Wassertropfen geformt werden. Während die Führungen früher im Licht von Pechfackeln stattfanden, sorgen heute modernste Ton- und Lichtinstallationen für zusätzliche Effekte.

Nach einer kurzen Mittagpause ging es weiter ins nahe gelegene Städtchen Dinant, das durch seine spektakuläre Lage „zwischen Fels und Fluss“ bekannt ist. Zwischen der 100 Meter hoch aufragenden Felswand mit der Zitadelle und der Maas findet gerade noch die gotische Stiftskirche Notre Dame de Dinant Platz, in der einige schöne Beispiele von sogenannten „Dinanderien“ zu sehen sind. Auf der Herstellung dieser kunstvollen Messingarbeiten beruhte die Bedeutung Dinants im Mittelalter.

Im Stadtbild fallen an allen Ecken die überdimensionalen bunten Saxophone auf. Sie erinnern an Adolphe Sax, den Erfinder dieses Instruments, der hier 1814 geboren wurde. Außerdem ist Dinant ist Heimat des Leffe, das in der Prämonstratenser-Abtei Notre Dame de Leffe von 1240 bis zur Französischen Revolution gebraut wurde. Auch wenn die Marke Leffe heute zum weltgrößten Brauereikonzern Interbrew gehört, wissen die Bierliebhaber sie sehr zu schätzen. Im urigen Café Leffe an der Maas wurden zum Abschluss eines schönen Tages einige Kostproben genommen. (heg)

Foto (K.Heidtmann): Die Senioren des Roetgener Eifelvereins vor der Stiftskirche Notre Dame de Dinant

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