Zur letzten Sonntagstour des Jahres, die traditionell von Wanderwartin Helga Giesen geführt wird, hatten sich 16 Wanderfreunde eingefunden. Leichter Schneefall begleitete die Gruppe auf der ca. 10 km langen Strecke, die über einen Teil des Wanderwegs Nr. 1 von Kornelimünster über Breinig nach Hahn und zurück über den Eifelsteig führte.

 

Vom Parkplatz an der Bergkirche St. Stephanus führte der Weg zunächst zum Tempelbezirk Varnenum (siehe unten) oberhalb von Kornelimünster und von dort über freies Feld in Richtung Dorff und Breinig. Weiter ging es abwärts zum Reiterhof Schlauser Mühle und dann wieder etwas steiler bergan. Oberhalb der Straße von Hahn zum Kreisverkehr Venwegen/Kornlimünster wurde danach die wohlverdiente Bananenpause gehalten. Hier konnten die Wanderer auch einen Blick auf die ersten der 2500 Läufer werfen, die beim ATG-Winterlauf von Mulartshütte zum Aachener Chorusberg unterwegs waren. Auf dem nächsten Teilstück in Richtung Hahn war der Blick über die weite, hügelige Landschaft trotz des trüben Wetters beeindruckend. Auf dem Spielplatz am Kindergarten in Hahn fanden die Wanderer ein schützendes Dach für die Mittagpause, bevor die letzte Etappe über den Eifelsteig zurück nach Kornelimünster in Angriff genommen wurde. Besonders idyllisch war die letzte Passage entlang der reichlich Wasser führenden Inde. Auf dem kleinen, von Vereinen veranstalteten Weihnachtsmarkt im Schatten der Probsteikirche gab es von hausgemachten Maultauschen über Crêpes bis zur Erbsensuppe und natürlich einem leckeren Glühwein Stärkendes und Wärmendes für jeden Geschmack.

Der Tempelbezirk bei Aachen-Kornelimünster wurde etwa zwischen den Jahren 100 und 260 nach Christus als gallo-römische Kultstätte genutzt. Neben den römischen Göttern wurden hier auch die Götter der Germanen aus der Region verehrt, u. a ein Gott namens Varneno oder Varnenus, aus dem sich der heutige Name des Tempelbezirks ableitet.
Erste Funde wurden in den Jahren 1907 – 1924 entdeckt. Es muss eine ganze Siedlung gewesen sein mit Verwaltungsgebäuden, Schenken, Läden, Lagerhäusern und Pilgerherbergen.
Die erhaltenen Fundamente der Tempel und einiger Nebengebäude wurden 1989 restauriert und bis zu einer Höhe von rund einem Meter wieder aufgemauert. Sie zeigen an, wo im Tempelbezirk Varnenum die Gebäude standen. Die Anlage war noch wesentlich größer als der heute sichtbare Teil: Insgesamt fünf Hektar stehen unter Bodendenkmalschutz, denn viele archäologische Zeugnisse ruhen wohl noch im Boden Die Anlage ist im Besitz der Stadt Aachen und wird vom Eifelverein Kornelimünster betreut.

H. Giesen

 

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