28 Seniorenwanderer machten sich bei trockenem, aber trübem Wetter auf, um bei Würselen das Wurmtal zwischen Paulinenwäldchen und Halde Gouley zu erkunden.

In leichtem Auf und Ab führte der Weg links der Wurm durch ein schönes Waldgebiet bis zum Aussichtspunkt auf der Halde Gouley und auf der anderen Seite zurück zum Parkplatz Paulinenwäldchen.

Renaturierte Kohle- und Kalkhalden sind Zeugnisse der industriellen Vergangenheit im Wurmtal, unterwegs gab es einige Informationen (siehe unten). Im Biergarten der Teuterhof Hütt’n wurde die wegen eines unbeabsichtigten zusätzlichen Schlenkers wohlverdiente Einkehr gehalten. Schon unterwegs gab es einige Regentropfen, aber der große Regen setzte glücklicherweise erst ein, als alle wieder sicher in den Autos saßen.

Wurm: Speist sich aus verschiedenen Quellen im Aachener Süden und fließt nach 53 km bei Heinsberg in die Rur.

Paulinenwäldchen: Zur Erinnerung an Napoleons Schwester Pauline, die sich hier gerne aufgehalten haben soll (zwischen 1804 und 1812 waren mehrfach Napoleon selbst sowie Familienangehörige in Aachen); Obelisk 1810 zur Vermessung errichtet? Récamièren erinnern an Skandal, dass Pauline dem italienischen Bildhauer Antonio Canova nackt Modell als Venus gesessen haben soll.

Äußerer Landgraben: Hohlweg, angelegt zwischen dem 12. und 14. Jhd. als Grenzschutz des „Aachener Reichs“.

Adamsmühle: Eine von früher 34 Mühlen entlang der Wurm zwischen Aachen und Burg Wilhelmstein (rund 80 insgesamt), Öl- und Kornmühle bis 1905

Grube Teut: An der Stelle des heutigen Teuterhofs ab 1665 einzige im Besitz der Stadt Aachen befindliche Steinkohlengrube, wechselvolle Geschichte, Blütezeit als „Neue Teut“ ab 1864 bis 1904, danach Verlegung des Abbaus zur Grube Gouley und Abriss aller Anlagen.
Kalkhalde Teuterhof: Hierher verbrachte Rückstände der Sodafabrik Solvay (produzierte bis 1929 Soda auf einem Gelände in Würselen), heute nicht zugängliches Naturschutzgebiet mit bis zu 10 m hohen Steilwandabbrüchen.

Halde Gouley: Grube Gouley gehörte zu den ältesten im Aachener Revier, Steinkohleförderung von ca. 1600 bis 1969, Halde wurde ab 1880 aufgeschüttet.

Dino-Eier: Unter dem Titel „Black and White“ als Reminiszenz an die Kalk- und Kohlehalden liegen im heutigen Naturschutzgebiet 18 Graniteier, ein Projekt der Euregionale 2008 (Kosten 263.000 €, davon 209.000 € aus euregionalen Fördertöpfen).

Pumpermühle: Zunächst Kupfermühle, später Mahl- und Ölmühle, ab 1917 Produktion von Nadeln.

 

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