Ein Tag an der Ahr

Unsere Seniorenfahrt 2017 stand unter dem Motto „Ein Tag an der Ahr“. 30 TeilnehmerInnen starteten pünktlich um 8.30 Uhr mit einem Bus der Fa. Elka in Richtung Ahrweiler. Glücklicherweise war das Wetter gut, aber nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Tagen, so dass es ein recht entspannter Ausflug wurde.

Erstes Ziel der Senioren war das „Museum Roemervilla“ am Stadtrand von Ahrweiler. Nach einem sehr informativen Einführungsfilm sich konnte jeder auf eigene Faust die umfangreichen Ausgrabungen ansehen.
Erst im März 1980 wurden beim Ausbau der B 267 die Reste eines römischen Gutshofs aus der Mitte des ersten Jahrhunderts entdeckt. Nach dem Abzug der Römer gegen Ende des 2. Jahrhunderts begannen die Gebäude zu zerfallen und wurden schließlich im 3./4. Jahrhundert zu einem Hospiz umgebaut.
Die exzellent erhaltenen Mauern mit ihren farbigen Wandmalereien machten schnell deutlich, dass es sich hier um einen Sensationsfund handelte, der nördlich der Alpen seinesgleichen sucht. In rund zehnjähriger Ausgrabungszeit wurden u. a. eine Badeanlage, eine Küche sowie komplett erhaltene Fußbodenheizungen entdeckt. Auch unzählige Alltagsgegenstände von antikem Fensterglas über Tafelgeschirr und Haarnadeln bis hin zu einer Theatermaske wurden gefunden. 1993 wurde über der Fundstelle ein schützendes Museumsgebäude errichtet. Ausführliche Informationen zur Römervilla stehen auf https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mervilla_von_Bad_Neuenahr-Ahrweiler
Ein kurzer Fußweg führte anschließend in den komplett von einer 1,8 km langen Stadtmauer umgebenen historischen Ortskern von Ahrweiler. Nach der Mittagpause, in der jeder in einem der zahlreichen Cafés und Gasthäuser rund um den Marktplatz für sein leibliches Wohl sorgen konnte, trafen sich alle zur Stadtführung wieder. Beim Gang durch die von Fachwerkhäusern geprägten Straßen und entlang der Mauer mit ihren vier Toren berichteten die beiden Führerinnen nicht nur Interessantes und Amüsantes zur Geschichte des Städtchens – dass man nicht alles ganz ernst nehmen durfte, verriet schon der Titel der Führung „In Vino Veritas?“ – , sondern auch zum Weinanbau. Nachdem der Ahrwein in den 1970/80er Jahren wegen seiner zweifelhaften Qualität in Verruf geraten war und die Gäste bzw. Käufer ausblieben, hat bei den Winzern ein Umdenken eingesetzt. „Klasse statt Masse“ heißt jetzt die Devise und vom Erfolg dieser Strategie konnten sich die Eifelvereinler bei einigen Kostproben überzeugen. Spitzenqualität und Direktvermarktung, ca. 85 % werden in der Region umgesetzt, sichern den Winzern heute wieder ein gutes Auskommen, so dass der Beruf trotz der harten Arbeit in den steilen Lagen auch für den Nachwuchs wieder attraktiv ist.
Auf der Rückfahrt wurde noch eine kleine Kaffeepause in Bad Neuenahr eingelegt. Sehenswert war hier das Kurviertel mit Ahrpromenade, Badehaus, Spielcasino und gepflegten Patrizierhäusern aus der Kaiserzeit.

Wf. Helga Giesen

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