18 mutige WandererInnen trotzten am Aschemittwochmittag der Sturmwarnung des Wetterberichts und machten sich auf die ca. 7 km lange Wanderung im Dreieck Kornelimünster, Dorff und Krauthausen.

Allen Unkenrufen zum Trotz gab es nur einen kurzen Schauer, ansonsten war es eher durchgängig „usselig“ was aber keinem den Spass am wandern verdarb.
Start der Wanderung war der Parkplatz am Schildchenweg. „Schildchen“ ist auch der Name der Hochfläche über die die Wanderung im wesentlichen führte. Nach kurzer Zeit war die Ausgrabungsstätte Varnenum erreicht.

VARNENUM IN KORNELIMÜNSTER
Der Tempelbezirk bei Aachen-Kornelimünster wurde etwa zwischen den Jahren 100 und 260 nach Christus als von den Römern beherrschtes Kult-Zentrum genutzt.
Die Eroberer übten religiöse Toleranz: Sie betrachteten die Götter der unterworfenen Völker als andere Erscheinungsformen ihrer eigenen Göttervorstellungen. Die Germanen aus der Region um Aachen konnten im Varnenum daher weiterhin ihre regionale Schutzgöttin Sunuxal verehren – ebenso wie einen Gott namens Varneno oder Varnenus, aus dem sich der heutige Name des Tempelbezirks ableitet.
Die Tempel der beiden Götter standen auf einem öffentlichen Platz inmitten anderer Gebäude – es muss eine ganze Siedlung gewesen sein: Verwaltungsgebäude, Schenken, Läden, Lagerhäuser und Pilgerherbergen.
Auf dem Gelände wurden in den Jahren 1907, 1911, 1923 und 1924 die ersten dokumentierten Ausgrabungen durchgeführt. Einer weiteren in den Jahren 1986 und 1987 durchgeführten Grabung waren Bodenuntersuchungen vorausgegangen, deren Fläche ca. 250 000 m2 umfasste und sich damit sehr weiträumig um den Altgrabungsbereich erstreckte.
Um die archäologischen Zeugnisse für spätere Untersuchungen im Fundzusammenhang erhalten wurden die Fundamente mit einer Erdschicht bedeckt. So ist sichergestellt, "dass das Gelände auch von späteren Generationen noch wissenschaftlich untersucht werden kann". Aufgemauerte Bruchsteine zeigen den Besuchern, wo in dem Tempelbezirk Varnenum die Gebäude standen. Leider wurden in früheren Jahrhunderten alte Tempelanlagen oft als Steinbruch für neue Bauten benutzt. So sollen auch Steine aus Varnenum in der Bergkirche St. Stephanus verbaut worden sein. Man fand bei Ausgrabungen an der Bergkirche einen Stein mit der Inschrift „Perpetus hat dieses Gebäude aus eigenem Vermögen gestiftet“
Die Anlage war noch wesentlich größer als der heute sichtbare Teil: Insgesamt fünf Hektar stehen unter Bodendenkmalschutz, denn viele archäologische Zeugnisse ruhen wohl noch im Boden – ungestört seit fast zwei Jahrtausenden.
Die Anlage ist im Besitz der Stadt Aachen und wird vom Eifelverein Kornelimünster betreut.
Quelle: Wikipedia - gekürzt
Weiter ging es auf dem Wanderweg Breinig 5 . Vorbei an Gut Schwarzenburg, das 1988 in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Stolberg aufgenommen wurde.
Vorbei an Dorff führte der Weg über freies Feld in Richtung Krauthausen mit wunderschönen Rundumblicken, geprägt von den Kirchtürmen der umliegenden Dörfer. Hinter Krauthausen wurde zum Inderoute „abgestiegen“, die Partnerweg des Eifelsteigs ist. Im Bogen ging es aufwärts wieder zurück nach Krauthausen und von dort über die Hochfläche vorbei an Varnenum zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Der gemütliche Abschluß fand im Brunnenhof statt.

Wanderführer: Hans-Georg Schramm

 

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6.5 km, 01:58:15